Was ist eine Immuntherapie und wie wirkt sie?

Bei der Immuntherapie kommen Antikörper zum Einsatz. Sie sind in der Lage, Krebszellen an bestimmten Strukturen auf deren Oberfläche zu erkennen und sich darüber fest an diese zu binden. Die durch den Antikörper „markierten“ Krebszellen werden im Gegensatz zu den „nicht markierten“ gesunden Zellen vom Immunsystem erkannt, angegriffen und zerstört. Viele Antikörper wirken zusätzlich auch selbst auf die Krebszelle ein und bringen diese zum Absterben, indem sie ihren Stoffwechsel beeinflussen und somit das Wachstum und die Teilung der Krebszellen behindern.1

Wie läuft eine Immuntherapie ab?

Die Antikörper erhalten Sie bei der Immuntherapie über einen bestimmten Zeitraum hinweg in regelmäßigen Abständen. Dies kann entweder mithilfe einer Infusion geschehen, unter Umständen kann der Arzt den Antikörper aber auch unter die Haut (subkutan) spritzen. Dies geht zwar deutlich schneller als eine Infusion, ist allerdings erst ab der zweiten Anwendung zu empfehlen. Bei der Erstbehandlung ist es ratsamer, den Antikörper langsam über mehrere Stunden hinweg zu verabreichen, da ein höheres Risiko für Nebenwirkungen besteht.2 Ein Krankenhausaufenthalt ist für eine Immuntherapie normalerweise nicht erforderlich.

Welche Risiken und Nebenwirkungen hat eine Immuntherapie?

Der beim follikulären Lymphom am häufigsten eingesetzte Antikörper ist in der Regel gut verträglich und verursacht bei vielen Patienten nur geringe Nebenwirkungen, die sich gut behandeln lassen. Für gewöhnlich treten diese vor allem bei der ersten Anwendung und innerhalb der ersten zwei Stunden nach Beginn der Infusion auf. Oft sind sie zum Ende der Infusion bereits wieder abgeklungen. Bei Bedarf lassen sich die Nebenwirkungen mithilfe von Medikamenten gut abmildern oder ganz verhindern.

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen beispielsweise:2

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit
  • Schwäche
  • Kopfschmerzen
  • Unverträglichkeitsreaktionen (zum Beispiel Atemprobleme, Schwindel, Schwellungen in Mund und Rachen)
  • niedriger Blutdruck